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Alle Male verdient auf diesen Seiten verewigt zu werden haben es sich unsere kleinen und großen Helden, mit denen wir schließlich einen langen, aber eigentlich auch viel zu kurzen Weg zusammen gegangen sind.

بقية بلطف

Weltuntergangsstimmung mag wohl am 29.Mai 07 in mich gefahren sein, als es denn so weit war, mit Anni diesen letzten, gar nicht zu verhindernden Weg zu gehen. Morgens schon ziemlich angeschlagen versprach der Tag mit Anni kein gewohnt gutes Ende zu nehmen. Wohl noch an ein Wunder glaubend verschlechterte sich ihr Zustand zusehends. Abends, kurz nach 20 Uhr endete diese Ära Anni - in gewohnter Umgebung, total friedlich hinüber schlafend, entspannt und laut schnarchend - mit Hilfe ihrer Lieblingstierärztin Frauke Nieber.

Eine täglich brennende Kerze, einige Bilder und eine Blume zieren heute Annis Urne in einer kleinen Ecke im Wohnzimmer - so wie früher - immer ganz nah und immer dabei.

Inrika, eine ins Alter gekommene stolze Dame, Tochter des legendären Hengstes Inschallah, den Georg Vorwerk 1972 aus Frankreich nach Oldenburg holte, entzückte uns mit ihrem Dasein leider nur 15 Monate. Im Springen bis S erfolgreich wurde sie durch manche Züchterhand gereicht, um letztendlich abgeschoben in einen runter gekommenen Privatstall als Fellüberhang zu vegetieren. Nachdem sich selbst unter Hinzuziehung des Veterinäramtes und des Tierschutzes nichts grundlegendes änderte, beschlossen Julia und ich die Stute kurzerhand um ihrer Selbstwillen dort heraus zu holen. In Gedanken an diese Aktion könnte ich diesen Hirnvögeln heute noch die Scheiben einwerfen. Mash, Maissilage, feinstes Heu und Ergänzungsfutter machten aus diesem willenlosen Fellüberhang binnen weniger Monate ein charakterstarkes Pferd, was selbst im hohen Alter noch versuchte, den anderen Stuten die Fohlen zu stehlen. Inrika freundete sich schnell mit Mary an und da unser Schaf es gewohnt war, den ganzen lieben Tag auf dem Grundstück spazieren zu gehen, mußten wir Inrika dieses Privileg ebenfalls einräumen. Leider, leider sollte diese innige Freundschaft nicht von allzu langer Dauer geprägt sein. Auf Grund dieser jahrelangen, schlechten Ernährung und dieser miserablen Haltung mußte dieses Pferd seiner Gesundheit schneller als erwartet Tribut zollen. Diagnostizierte Darmlähmungen und ein anfängliches Nierenversagen mit einigen anderen Begleiterscheinungen veranlaßten uns schweren Herzens diesen endgültigen Schritt zu gehen und Inrika in den Himmel zu schicken. Inrika ging am 24. Feb. 2007, 8 Tage vor ihrem 28. Geburtstag. Viel zu kurz war die Zeit mit ihr.

Sämtliches wieder in Frage stellend ereilte uns der letzte Einschlag im Frühjahr 2009, als wir Mary kurz nach Vollendung ihres 14. Lebensjahres auf die große Reise schicken mußten. Altersbedingt schon etwas klapprig stellte sich nach einigen vorangegangenen kleineren Weh-Wehchen eine akute Leberfunktionsstörung ein, die selbst unser Tierarzt nicht mehr in den Griff bekam. Würdig und mit sich und der Welt zufrieden ging Mary am 28. Mai 2009. Sie war ein tolles Schaf.

Wochenlanges, stetes Bemühen um Heilung und halt noch an ein Wunder glaubend mußten wir nun auch den Ball-Ball gehen lassen.

Einige ccm Xylazin, l-Polamivet und letztendlich T61, sowie die Ernüchterung, das selbst unsere Tierärztin Anette - der wir aus aller tiefsten Herzen für ihre Fürsorge und ihr Arrangement zu ganz großem Dank verpflichtet sind - nicht zaubern kann, brachten uns am 26. April 2010 um 11.26 Uhr in letzter Konsequenz auf den Ground Zero der Hilflosigkeit zurück. Es ist schon verrückt, wir fliegen zum Mond und bekommen diesen verdammten Krebs nicht in den Griff. Jetzt, mit einem Abstand von einigen Wochen, nachdem man sich wieder sortiert hat, man drüber sprechen kann - ohne das es einem die Kehle zuschnürt, ist der Verlust dieses eigenwilligen und charmanten Unikums doch noch riesig. Sie fehlt.

Absolut liebevoll, würdig und empfehlenswert wurde Ball-Ball im Kleintierkrematorium "Im Rosengarten " in Badbergen eingeäschert. Jetzt brennen allabendlich zwei Kerzen - in der kleinen Ecke im Wohnzimmer, vor nunmehr zwei Urnen - halt immer ganz nah, jetzt bei Anni und auch immer dabei.

in everlasting peace


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